Helmut Janus GmbH
Antike Möbel aus China
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Chinese furniture

Remarkably little systematic study has been made of Chinese furniture. Its origins remain comparatively obscure, its workshops mostly unrecorded, its designers unknown; consequently, its dating is extremely difficult. Most of the forms of Chinese furniture, such as the low table and the covered bed, are found in the oldest Chinese paintings in existence; the designs have been remarkably conservative throughout the ages.

Chinese furniture can be divided into two main types: lacquered wood pieces either inlaid with mother-of-pearl or elaborately carved, and plain hardwood pieces.Of the first, almost nothing is known, and dating of pieces is possible only from the designs of decorative motifs, such as dragons and peonies, and from their background motifs. The most important historically in this class are black lacquer pieces inlaid with mother-of-pearl that have been preserved in the Imperial repository (Shoso-in) in Japan from the 8th century. Of the red lacquers, such as seats and tables, the earliest pieces date from the Ming dynasty (1368-1644); their workmanship is characterized by softer contours and freer, more spirited designs than the later pieces of the Ch'ing dynasty (1644-1911/12). These lacquered objects influenced European cabinetmakers.

Plain hardwood furniture is frequently encountered. Its deserved popularity both in China and the West has been won by its classical simplicity, reserved ornament, and lack of pretense. In these products of the finest workmanship, purity of line, plastic strength, and a flawless polish produce a harmonious, solid effect.

A Chinese house requires less furniture than a Western house. Correspondingly, the types of furniture are fewer, being limited mainly to wardrobes, chests, tables both high and low of all types and shapes (altar and couch tables, for example), stools, beds (sometimes testered with curtains), screens and stools for use by the bed, and chairs.

Although the fundamentals of Chinese joinery must have been formed a millennium before the modern era, the great development in Chinese furniture took place with the introduction of Buddhism from India during the first centuries AD. Before that time the Chinese had sat cross-legged, or knelt on the floor or on stools. Buddhism introduced a more formal kind of sitting on stiff, higher chairs with back rests and with or without side arms. The chests and armoires are superb examples of careful joinery and often have finely worked metal mounts that greatly enhance the beauty of their solid design.

A number of hardwoods were used for the plain furniture: purple sandalwood (the most distinguished); rosewood of many varieties, mostly imported from Indochina and called "old," "new," and "yellow"; redwood; burl (especially for inlay); and so-called chicken-wing wood. Rosewood in its many varieties is perhaps the most frequently encountered and the most popular for its seeming translucence and satin, soft finish. It is above all the faultless workmanship, so typically Chinese, and the fine polish of Chinese furniture that attracts the Westerner. It was the Chinese respect for the spirit of wood and their command of line, curve, and cubic proportions that became the ideal of the 18th-century Western cabinetmaker.

Copyright  1994-2001 Encyclopdia Britannica, Inc.

Antike Möbel aus Tibet

Tibetische Möbel waren seit jeher rar. Abgesehen von einer kleinen reichen Oberschicht waren Möbel bei Tibetern kaum in Gebrauch. Die meisten Stücke befanden sich in Klöstern und wurden während der Kulturrevolution Opfer der Zerstörungswut der Chinesen.
Tibetische Möbel wurden hauptsächlich aus Pinienholz gefertigt und sind recht grob gearbeitet, dafür aber reich und bunt mit Motiven von Gottheiten, Tieren, Blumen Fabelwesen und religiösen Symbolen oder auch Szenen aus dem Alltagsleben verziert.
Die meisten Möbel und Kisten wurden nur von der Vorderseite bemalt. Wenn die Oberseite der Schränke überhaupt bemalt wurde, dann nur einfarbig in rot oder dunklem braun bis schwarz. In Klöstern wurden Schränke meist direkt nebeneinander aufgestellt so daß sich die Verzierung der Seiten erübrigte. Bei Stücken aus dem 17.Jh und früher findet man eine seitliche Bemalung häufiger.

Kommoden
Kommoden wurden für die Aufbewahrung von allen möglichen Dingen verwendet, von Lebensmitteln bis zu religiösen Objekten. Von allen tibetischen Möbelstücken haben von Dimension und Funbktion her sicherlich den höchsten Gebrauchswert in einem westlichen Haushalt. Allerdings haben tibetische Komoden nur selten Schubladen, sondern statttdessen jeweils zwei Türen oben und unten, die ohne Scharniere befestigt wurden. Ein Fachboden an der Stelle wo die obere Tür auf die untere Tür stößt, teilt die Kommode in zwei Hälften.
Kommoden wurden normalerweise vernutet,verzapft und geklebt, ohne den Einsatz von Nägeln oder Schrauben. Normalerweise wurde nur die Vorderseite bemalt, gelegentlich auch die Seitenteile oder ein Seitenteil, was Rückschlüsse auf den Originalstandort ziehen läßt. Wurden zwei Kommoden paarweise aufgestellt, so findet man die zwei äußeren Seitenteile bemalt, und die zwei aneinanderstoßenden Seitenteile blieben unbemalt.

Tische
In Klöstern und reichen Haushalten wurden viele verschiedene Variationen von Tischen verwendet. Einige wurden nur zum Servieren von Tee oder Speisen verwendet, andere hatten zeremonielle Zwecke und waren für Ritualobjekte vorgesehen. Es gab auch transportable Tische zum Einklappen, die meist von wandernen Mönchen oder von Regierungsbeamten verwendet wurden.
Besonders an den reich verzierten Tischen konnten tibetische Tischler und Holzschnitzer ihre Handwerkskunst beweisen. Nicht selten findet man kunstvoll und aufwenig geschnitzte Exemplare. Bekannte Motive für die Verzierung waren Drachen, Fabelwesen, Blätter oder Bambus.
Bei Tischen findet man die meisten Variationen, mehr als bei jedem anderen tibetischen Möbel. Einige wurden in exakt der selben Bauweise gefertigt wie Kommoden und unterscheiden sich nur in der Höhe, andere luftig und leicht mit durchbrochen geschnitzen Seitenteilen und Rückwänden. Einige Tische haben genau wie Kommoden kleine Türen mit einem Fach, andere haben Schubladen über die volle Länge, wieder andere haben ein Regalbrett oder sind hinten offen, z.B. die Klapptische.

Truhen
Neben Tischen waren bezogene Truhen die frühesten Besispiele für tibetischen Möbel. Viele stammen noch aus dem 16., 17. und 18 Jh.. Im 19.Jh wurden viele Truhen durch Kommoden ersetzt, weil diese bequemer zu verwenden waren. Entweder wurde das Holz direkt bemalt, oder vor dem Bemalen mit Stoff oder in selteneren Fällen Leder überzogen. Oft wurde auch Gesso verwendet, um relieffartige Dessins zu produzieren.
Einige Truhen wurden mit naturbelassenem oder gegerbtem Leder überzogen oder mit Fell dekoriert. Meistens hatten die Truhen Messingbeschläge an den Ecken und Klammern an den Kanten , die sowohl derVerstärkung als auch der Verzierung dienten. An den Deckeln waren Scharniere.
Ursprünglich wurden die Truhen in den Lagerkammern der Klöster verwendet, um schwere Brokatstoffe, Wandbehänge, Ornamente, Masken, wertvolle Gegenstände oder einfach Dinge des täglichen Bedarfs aufzubewahren. Oft wurden die Truhen einem Kloster gespendet und so war jeder Spender darauf bedacht, die Truhe möglichst aufwendig zu gestalten um sie als wertvolles Präsent überreichen zu können.

Gesso
Durch das Auftragen einer Art Gipspaste konnten die Meister  relieffartige Effekte erzielen. Gesso wurde auf das Holz aufgetragen und mit bemalt.

Farben
Gewöhnlich wurden Rot-, Gelb- und Grüntöne verwendet. Blau findet man so gut wie gar nicht. Die Tibeter verwendeten Farbpigmente die mit Steinen gemahlen wurden, wodurch man sanftere Farben erhielt. Die Farbschicht wurde mit einer Glasur auf Schellackbasis überzogen.

Und das Gewissen?
Darf man einen handbemalten Schrank mit buddhistischen Motiven aus Tibet kaufen?  Sollten diese Möbel nicht lieber dort bleiben, wo sie herkommen, statt aus ihrem Zusammenhang gerissen und in den Wohnungen wohlhabender Menschen in tausenden von Kilometern Entfernung aufgestellt werden?
Wir haben gesehen, in welchem traurigen Zustand die Möbel beim Händler in China ankommen. Sicher machen clevere Aufkäufer damit ihren Gewinn, aber ohne die Nachfrage aus dem Westen würden die meisten Möbelstücke zerstört werden. Wir kaufen nur solche Stücke, die nach den chinesischen Gesetzen auch exportiert werden dürfen. Ganz wohl kann einem nicht sein, wenn man sieht, wie containerweise alte chinesische Kultur ins Ausland verfrachtet wird, aber wir sehen uns  auch nicht in der Tradition westlicher Kolonialherren, die ihre Museen mit geraubten chinesischen Kunstschätzen gefüllt haben.

 

Kaiserpaar
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